Hardik Dewra

2 min read

Framer oder Webflow für Landing Pages

Beide Tools bauen gute Landing Pages. Es entscheiden die Zahl der Seiten, die CMS-Tiefe und wer die Seite nach dem Launch bearbeitet.

Die kurze Antwort

Framer und Webflow geben dir beide eine schnelle Landing Page, die auf jedem Screen funktioniert. Nimm Framer, wenn Bewegung zählt, du schnell etwas ändern willst und die Seitenzahl klein ist. Nimm Webflow, wenn die Website eine tiefe Inhaltsstruktur hat, komplexe CMS-Beziehungen braucht oder ein Inhouse-Team schon damit arbeitet. Wir bauen in Framer. Unsere Arbeit ist einseitig und designgetrieben, und der Canvas passt dazu, wie wir in Figma designen. Eine gute Seite tragen beide Tools.

Wo Framer stärker ist

Framers Canvas funktioniert wie ein Design-Tool, ein Figma-Layout zieht also ohne Übersetzungsschritt um. Scroll-Effekte, sticky Sections und gestaffelte Einblendungen sind eingebaut. Dafür schreibst du keinen eigenen Code. Seitenvarianten und A/B-Tests leben direkt im Editor. Für einen einzelnen Designer oder ein Zweierteam fällt damit eine ganze Kategorie Übergabearbeit weg, und der Build wird um Tage kürzer.

Wo Webflow stärker ist

Webflow gibt dir Kontrolle über das Styling auf Klassenebene. Das kommt CSS-Schreiben mit einer visuellen Schicht obendrauf sehr nahe. Sein CMS beherrscht verschachtelte Referenzen und größere Inhaltsmodelle, und das zählt, sobald aus einer Landing Page eine Ressourcen-Bibliothek oder ein Set programmatischer Seiten wird. Das Ökosystem aus Integrationen und Templates ist älter und tiefer. Teams, die schon Webflow fahren und jemanden im Haus haben, der es kann, sollten dabeibleiben.

Baugeschwindigkeit, und warum sie bei einer Seite zählt

Unser Sprint dauert fünf Arbeitstage: Design, Build, Korrekturen, Launch. Framer hält diesen Zeitplan, weil du keine Klassennamen pflegen musst und Interaktionen direkt am Element setzt. Dieselbe Seite kostet in Webflow meistens ein bis zwei Tage mehr. Der Großteil davon geht in die Struktur der Klassen, damit die Website später aufgeräumt bleibt. Bei einer Marketing-Website mit zwanzig Seiten zahlt sich diese Disziplin aus. Bei einer einzelnen Landing Page selten.

Wer die Seite im dritten Monat bearbeitet

Diese Frage entscheidet mehr Projekte als jede Feature-Liste. Framers Editor ist einfach genug, dass ein Gründer oder eine Marketerin eine Headline ändert, ein Testimonial tauscht und eine Section dupliziert, ohne das Layout zu zerlegen. Webflows Editor kann viel, sein Denkmodell ist aber schwerer, deshalb landen kleine Änderungen wieder beim Entwickler. Wenn du jede Woche Copy testen willst, nimm das Tool, das dein Team wirklich öffnet.

Preise und Lock-in

Beide berechnen eine monatliche Site-Gebühr zusätzlich zum Workspace-Plan, und beide ändern ihre Preise, also schau vor dem Abschluss auf die aktuellen Sätze. Die größere Frage ist, wie du wieder rauskommst. Webflow unterstützt Code-Export in den kostenpflichtigen Plänen, das gibt dir einen Rückweg. Eine Framer-Website woanders hinzuziehen bedeutet meistens einen Neubau. Bei einer Landing Page, die du ohnehin innerhalb von zwei Jahren neu gestaltest, ist dieses Risiko kleiner, als es klingt.

So entscheidest du zwischen Framer und Webflow in fünf Minuten

Nimm Framer, wenn der Job eine bis fünf Seiten umfasst, Design dein Unterschied ist und die Copy sich oft ändert. Nimm Webflow, wenn du ein tiefes CMS brauchst, einen Ecommerce-Katalog, oder wenn du eine Website erweiterst, die dein Team dort schon betreibt. Schreib die Seitenzahl auf und den Namen der Person, die die Seite bearbeiten wird. Diese Antwort klärt die Frage schneller als jede Vergleichstabelle.