Hardik Dewra

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Dynamischer Text auf Landing Pages für Paid Search

Headline pro Keyword tauschen klappt in engen Suchkampagnen und bricht bei Performance Max. Was du tauschst, was bleibt und die Regel für den Fallback.

Dynamic Text Replacement tauscht eine Headline auf deiner Landing Page anhand eines URL-Parameters aus, meistens anhand des Keywords, das die Anzeige ausgelöst hat. In eng geschnittenen Paid-Search-Kampagnen passt die Seite dadurch genau zur Anzeige, und das hilft. Bei Performance Max, Dynamic Search Ads und allem ohne Keywords fällt es still aus. Bau es also mit Fallback, oder lass es ganz.

Der Aufbau ist simpel

Du hängst einen Parameter an das Ziel der Anzeige. Die Seite liest ihn beim Laden aus, und ein Textstück wird ausgetauscht. In Google Ads machst du das über ein Final-URL-Suffix wie kw={keyword}. Der Klick landet dann auf deineseite.de/angebot?kw=klempner%20notdienst. Die Seite liest kw aus dem Query String und schreibt es in die H1. In Framer ist das eine kleine Code-Komponente, die die URL ausliest, und kein Abo. Unbounce und Instapage verkaufen es als Headline-Feature. Darunter steckt dieselbe Handvoll Zeilen.

Was der Keyword-Parameter wirklich zurückgibt

Daran stolpern die Leute ständig. Googles Dokumentation ist eindeutig. Im Suchnetzwerk gibt {keyword} das Keyword aus deinem Konto zurück, das zur Suchanfrage gepasst hat, und nicht die Wörter, die die Person getippt hat. Angenommen, jemand sucht „klempner in der nähe jetzt offen um 2 uhr nachts“, und dein Broad-Match-Keyword lautet „Klempner Notdienst“. Dann steht in der Headline „Klempner Notdienst“. Das ist meistens das bessere Ergebnis, denn echte Suchbegriffe kommen falsch geschrieben, unhöflich oder vierzehn Wörter lang an. Für den tatsächlichen Suchbegriff gibt es keinen ValueTrack-Parameter. Wer dir die exakte Suche auf der Seite verspricht, verkauft dir also etwas anderes.

Bei Kampagnen ohne Keywords kommt nichts zurück

Google schreibt: Wenn eine Anzeige ohne Keywords ausgeliefert wird, gibt {keyword} einen leeren Wert zurück. Das betrifft Performance Max, Dynamic Search Ads und AI Max for Search. Wenn ein wachsender Teil deines Budgets über diese Kampagnentypen läuft, landet ein wachsender Teil deines Traffics auf einer Seite mit leerer Headline. Gib den Parameter niemals allein aus. Gib immer Parameter oder Fallback aus, und mach den Fallback zur stärksten statischen Headline, die du hast, also der, die du auch ohne dieses Feature live stellen würdest.

Tausch die Headline, lass das Angebot in Ruhe

Halte den dynamischen Teil auf die H1 und höchstens eine Zeile darunter begrenzt. Angebot, Preis, Belege, Formular und Button-Text bleiben fest. Dafür gibt es zwei Gründe. Eine Seite, die pro Keyword ihren Preis oder ihr Versprechen ändert, ist ein Richtlinienrisiko unter Googles Anforderungen an die Zielseite, die verlangen, dass das Ziel zu dem passt, was die Anzeige gesagt hat. Und eine Seite, auf der sich fünf Elemente bewegen, kannst du nie debuggen, weil du nicht mehr weißt, welche Version ein Besucher gesehen hat.

Formatier den Wert, sonst sieht es kaputt aus

Rohe Keywords kommen klein geschrieben, URL-kodiert und in jeder beliebigen Länge an. Dekodier den Wert, entferne Pluszeichen und Prozentcodes und setz ihn dann in Sentence Case, also normale Groß- und Kleinschreibung. Title Case für jedes Wort liest sich wie Spam. Deckel auch die Länge. Alles über etwa 45 Zeichen sollte auf den Standard zurückfallen, statt auf dem Handy über vier Zeilen zu laufen. Filter alles raus, was kein Buchstabe, keine Zahl, kein Leerzeichen und kein Bindestrich ist. Einen Query String kann jeder bearbeiten, und du willst keinen zufälligen Text in deiner H1.

Fünf echte Seiten schlagen meistens eine dynamische

Dynamischer Text ändert nur Wörter. Er lässt Belege, Hero-Bild, Einwandbehandlung und Formular unangetastet, und genau dort steckt der größte Teil des Conversion-Unterschieds. Bei fünf Anzeigengruppen konvertieren fünf eigens gebaute Seiten besser als eine Seite mit rotierender Headline. In Framer ist jede davon ein Duplikat plus zwanzig Minuten Bearbeitung. Greif zu dynamischem Text, wenn du hunderte Long-Tail-Keywords hast, die sich auf eine Handvoll fast identischer Intents verteilen. Bei lokalen Dienstleistungen und Kategorieseiten ist das real. Sonst lass es.

Mit dieser Checkliste gehst du live

Erstens: Setz den Parameter ins Final-URL-Suffix auf Kampagnenebene, nie in die Final URL. Zweitens: Schreib zuerst die Fallback-Headline und prüf, ob die Seite auch ohne Parameter fertig aussieht. Drittens: Teste drei URLs von Hand, ein normales Keyword, ein Keyword mit 60 Zeichen und gar keinen Parameter. Viertens: Bereinige den Wert und deckel seine Länge, bevor er gerendert wird. Fünftens: Schick die gerenderte Headline als Property an dein Conversion-Event, damit du siehst, welche Versionen wirklich konvertieren. Sechstens: Schau es dir auf dem Handy an. Die Headline, die auf dem Desktop passt, ist die, die auf einem 390 Pixel breiten Screen über fünf Zeilen läuft.